Das „hope theatre Nairobi“ zu Besuch am HLG

hopetheatre2Im Rahmen des UNESCO-Tages am 14.04.2016 konnten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 und 10 schon am Montag, den 11.04.2016, einen weiteren Einblick in das überall gegenwärtige Thema „Flucht“ erhalten. Das politische Poptheater „hope theatre Nairobi“ führte in zwei beeindruckenden und in kleinen Details unterschiedlichen Aufführungen das Stück „Auf der Flucht“ in unserer Aula auf.

Das Hope Theatre Nairobi wurde 2009 von Stephan Bruckmeier gemeinsam mit Jugendlichen aus verschiedenen Slums der ostafrikanischen Metropole gegründet. Das Ensemble erarbeitet moderne, urbane Theaterstücke z. B. zu Themen wie Fairness im Alltag, Umgang mit dem Anderen, Beziehungen zwischen reichen und armen Ländern und so auch zu dem globalen Thema „Flucht“. In ihren Theaterstücken entwerfen sie einen unsentimentalen, authentischen und kritischen Blick auf das komplexe Beziehungsgeflecht zwischen den beiden Kontinenten Afrika und Europa.

hopetheatre3Überzeugend wurden mit Tanz, Gesang und verschiedenen deutschen sowie englischen Monologen und Dialogen verschiedene Aspekte des Themas dargestellt, neue Denkimpulse geboten und Aufforderungen ausgesprochen, das eigene Handeln zu reflektieren. Besonders beeindruckend dabei war es natürlich, dass die Schauspielerinnen und Schauspieler ihre eigenen Lebensgeschichten mit auf die Bühne brachten und sie mit uns teilten.

Wer nun aber denkt, dass das Thema nur mit großer Ernsthaftigkeit behandelt werden darf, hat sich getäuscht: Offensiv und humorvoll sind die Schauspielerinnen und Schauspieler auf das Publikum zugegangen und haben einige Schülerinnen und Schüler zu einer besonderen Tanzstunde eingeladen. Afrikanische Volkstänze, schnelle Trommelrhythmen und viel Freude am Leben waren in das Stück eingebettet und vermittelten über das Thema „Flucht“ hinaus einen alle mitreißenden Eindruck afrikanischer Kultur.

hopethatre4Ich möchte mich an dieser Stelle für die gute Zusammenarbeit mit Stephan Bruckmeier und seinem Ensemble bedanken sowie bei Sabine Hermann, ohne deren Unterstützung der Besuch wohl kaum möglich geworden wäre.

Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, folge bitte diesem Link: http://www.hope-theatre.info/

Luise Runge

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