Jugend trainiert für Olympia 2016 – Gerätturnen

Unsere HLG-Turnerinnen, Hamburger Landessiegerinnen 2016, waren im April beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin…
… und haben Tagebuch geschrieben:

Mittwoch, 27.4.16  –  Wettkampftag

Heute ist Wettkampf. Wir sind um 9 Uhr aufgestanden und haben dann gefrühstückt. Danach haben wir uns daran gemacht, Frisuren für den Wettkampf zu flechten und unsere Sporttaschen für einen langen und anstrengenden Tag zu packen. Da wir noch eine Menge Zeit hatten, bis unser Teil des Wettkampfs beginnen sollte, sind wir in den Hof der Jugendherberge gegangen, um uns beim „Rundespielen“ etwas abzulenken.

Um 12 Uhr sollte unser Wettkampf beginnen. Unser Team, bestehend aus den Turnerinnen Marietta, Carla, Philippa, Hikari und Pheline starteten im sogenannten WK III, Jahrgang 2001-2004. Geturnt wurden Kür-Übungen. Da es ewig dauern würde, alle 16 Bundesländer in einem Durchgang zu werten, wurde die eine Hälfte morgens und die andere nachmittags gewertet. Wie gesagt sollten wir um 12 Uhr starten, aber wie wir es aus Hamburg kennen, war die Zeitplanung nicht großzügig genug angelegt und die ersten 8 Mannschaften im Verzug.

Der erste Eindruck von der Halle war schon beeindruckend. Gut gefüllte Tribünen, eine Seite der Halle mit den Fahnen aller Bundesländer geschmückt und an jedem Gerät saßen fünf (!) Kampfrichter.

Es gab sogar eine Moderation und ein Kamerateam. Es sah schon sehr olympisch aus.

Da wir jetzt ein wenig auf die ersten vier Riegen warten mussten, konnten wir ihnen beim Turnen zuschauen. Was wir sahen, war schon ziemlich gut.

Dann ging es los mit unserer Erwärmung. Anders als auf Hamburger Wettkämpfen gab es hier für jede Riege eine eigene Zeit an jedem Gerät. Das hat uns sehr gefallen und “ Stau“ vermieden. Das letzte Gerät, an dem man sich einturnt, ist das Gerät, an dem man den Wettkampf beginnt.

Wir starteten am Boden. Vorher jedoch wurde einmarschiert und sich vor dem jeweiligen Kampfgericht zur Begrüßung aufgestellt. Am ersten Gerät wurden auch die Turnerinnen dem Publikum vorgestellt.

turnen_jtfo_2016Am Boden ist alles gut gelaufen, und wir haben diesen Start in den Wettkampf als sehr gelungen empfunden. Das nächste Gerät in der olympischen Reihenfolge war der Sprungtisch, an dem Hikari leider auf Grund einer leichten Verstauchung des Knöchels nicht turnen konnte. Das fiel zum Glück nicht schwer ins Gewicht, da zwar fünf Turnerinnen eine Mannschaft bilden, aber pro Gerät nur vier Endnoten in die Gesamtwertung einfließen. Als nächstes turnten wir am Stufenbarren. Hier haben wir alle gute Übungen geturnt, die aber ein wenig zu vorsichtig waren. Das lag wohl an dem neuen Stufenbarren, dessen Holme noch sehr glatt und damit nicht griffig waren. Als letztes Gerät ging es für uns zum Schwebebalken. Dieser ist ziemlich schmal (10cm) und erstaunlich hoch (1,20m), was wohl der Grund dafür ist, dass er nicht zu den beliebtesten Turngeräten zählt. Zufrieden können wir sein, dass keiner von uns einen Sturz verbuchen musste. Anderen Teilnehmern ist das durchaus passiert.

Und damit war der Wettkampf schon vorbei! Naja, fast. Nach dem gemeinsamen Ausmarsch rechnete die Wettkampfleitung alle Ergebnisse zusammen und bereitete die Urkunden vor. In der Zwischenzeit wurden alle Helfer, Kampfrichter und Freiwilligen für ihr tolles Engagement geehrt. Sie hatten einen wirklich tollen Job gemacht.

Mit der Hamburger Flagge vorweg ging es dann zum Aufstellen für die Siegerehrung.

16 Mannschaften mussten ihren Platz auf der Bodenfläche erst einmal finden, bevor sie geehrt wurden. Nach kurzem Bangen erreichten wir den 14. Platz und sind damit zufrieden!

Nach diesem ereignisreichen und erfolgreichen Wettkampftag sind wir noch essen gegangen, um unsere Teilnahme an Jugend trainiert für Olympia in Berlin zu feiern und haben dann den Tag in der Jugendherberge ausklingen lassen.

Wer neugierig ist, kann gern unter JtfO.de mal schauen, was alles so möglich ist.

Philippa, Hikari, Pheline, Carla, Marietta

turnen2_jtfo_2016  Urkunde JtfO-page-001

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