Willkommen im Olymp: „business@school“-Regionalfinale am HLG

Suchende, neugierige Blicke. Aufregung und ein bisschen Stolz. Nach und nach treffen die Sieger-Teams aus acht Schulen Norddeutschlands in der Aula des Helene Lange Gymnasiums ein.

Sie haben einen langen Weg hinter sich, und sie haben es geschafft: Sie stehen im Regionalfinale des Schülerwettbewerbs „business@school“ und werden sich in Kürze mit den acht besten Teams aus Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein messen.

Alle haben in den letzten Wochen eine eigene Geschäftsidee entwickelt und diese bis zu einem detaillierten „Businessplan“ über fünf Jahre konkretisiert. Sie haben ihre Idee kritisch auf technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit hinterfragt. Sie haben Hürden und Hindernisse entdeckt, Lösungen gefunden, ihre Ideen verändert. Sie haben gerechnet: Wie groß ist der Markt? Wie viel Umsatz können wir machen? Welche Kosten haben wir? Reicht unser (virtuelles) Kapital? Sie haben recherchiert: Gibt es unsere Idee schon? Wer sind die Wettbewerber? Was ist bei uns besser? Und sie haben an Ihrer Präsentation gebaut, geschraubt, verändert, Folien animiert. Tag und Nacht.

Und nun sind sie hier, um im Regionalfinale ihre Geschäftsideen vor einer hochkarätig besetzten Jury aus Managern, Geschäftsführern und Vorständen renommierter deutscher und internationaler Firmen zu präsentieren und sich anschließend den bohrenden Fragen der Jury zu stellen. In der Vorrunde präsentieren vier Teams parallel, von denen je zwei in das Abendfinale kommen.

Wer dieses gewinnt, kommt ins Bundesfinale in München.

Eines der acht Teams ist „Basix“ vom Eimsbütteler Modell (der gemeinsamen Oberstufe der Gymnasien Helene Lange und Kaiser-Friedrich-Ufer). Die sechs Schülerinnen und Schüler haben sich mit Ihrer Idee („classE“ – eine Schul-App zum Ersetzen herkömmlicher Schulbücher durch eBooks) beim Schulentscheid durchgesetzt. Nun schauen sie mit einer Mischung aus Neugier und Ehrfurcht auf die Pinnwände der „Konkurrenz“. „Man merkt schon, dass hier das Niveau im Vergleich zum Schulentscheid höher ist“ sagt Bennet Behnke, einer der Teamsprecher von Basix. Das Adrenalin steigt. Endlich ist es soweit: Basix präsentiert. Herr Herbst, ihr Kurslehrer, ist fast so aufgeregt wie die Schülerinnen und Schüler und drückt im Publikum die Daumen. Die Präsentation läuft wie geschmiert. Dann kommt die Frage-Session: Basix wird „gegrillt“. Präzise und kritische Fragen, wertschätzend gestellt. Die Jury denkt sich tief in die Geschäftsideen ein. Dann endlich der erlösende Satz: „Vielen Dank, wir haben keine weiteren Fragen“. Erleichterung.

Doch schon nach knapp einer Stunde entsteht neue Anspannung: Basix hat es ins Abendfinale geschafft! Antreten gegen die besten vier. Neues Adrenalin. Nochmal präsentieren. Nochmal Fragen beantworten. Die anderen drei Teams sind richtig gut.

Dann Siegerehrung: Es gewinnt wohlverdient das Gymnasium Eppendorf mit „Smoozee“, einer Fertig-Mischung zur eigenen Erstellung von Smoothies.

Was für ein Tag liegt nun hinter Schülerinnen, Schülern und Lehrern! Nach der Siegerehrung weicht die Anspannung sichtlich aus allen Gesichtern. Jeder spürt, dass er hier großes geleistet und viel gelernt hat.

Arne Herbst

Kursleiter Wirtschaft

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