Studienreise nach Tarragona mit den Lateinkursen 9

Ein Reisegedicht von Laszlo Charisius und Ruth Simburger (9b)

Am Hamburger Flughafen um halb zehn,
trafen wir uns und blieben nicht lange steh´n,
sondern begannen zum Gate 17C zu geh´n.

Der Flug ist ruhig geblieben,
die Lehrer leicht angespannt,
in Barcelona in den Bus gestiegen,
die Zeit war verrannt.

Der erste Eindruck von Tarragona war wunderbar und verirrend,
die Straßen bunt, die Bürger nett, doch der Weg verwirrend.
Das Hotelzimmer bezogen und ab zur ersten Sehenswürdigkeit,
und ungelogen, der Weg war schön und gar nicht weit.

Von der Stadtmauer zum Supermarkt lernten wir die Straßen kennen,
und im Laden angekommen, begannen alle durch die Gänge zu rennen,
sich mit Leckereien einzudecken
und exotische Getränke abzuchecken.

Am nächsten Morgen hatten ein paar Leute Muskelkater,
doch nach dem Frühstück ging es direkt zum Amphitheater.
Nachgebaut aus Stahl, war es ziemlich interessant,
aber auf andere Attraktionen waren wir noch mehr gespannt.

Das Forum Romanum war unsere nächste Haltestelle,
alle machten Bilder mit den Säulen als Fotomodelle.
Beeindruckend war die riesige Markthalle,
mit köstlichen Gerichten wie einer Paellapfanne.

Frische Mandarinen als Stärkung für die nächste Strecke,
denn es ging zum Circus Romanus,
als wir ihn sahen an der nächsten Straßenecke,
waren wir fasziniert und beinahe sprachlos.

Weiter ging es zum Theatrum Romanum, zu kleinen Teilen erhalten,
und der Vortrag von unseren Freunden wurde recht spannend gehalten.
Der Strand von Tarragona ist ein Erlebnis für sich,
weicher weißer Sand und schier unendliche Sicht.
Im Meer durften wir leider nicht schwimmen,
darum spielten wir Rückenreiter und Reiterinnen.

Der Tag war geschafft und die Freizeit nutzten wir locker,
entspannten zusammen auf den Burger-King-Hockern.
Nach dem deftigen Abendessen, typisch Spanisch, wie wir lernten,
mussten wir unsere Präsentation vorbereiten, um auch Komplimente zu ernten.

Der Mittwoch begann früh, noch genauer,
los ging´s um 10:00 Uhr zur Stadtmauer.
Dort hatten wir Zeit uns umzugucken,
der Vortrag vor Ort war beeindruckend.

Das nächste Highlight war die Kathedrale,
auf dem Weg dorthin wurden wir drei Jungs „los emocionales“.
Der Vortrag war geschafft, die Kathedrale besichtigt,
im Garten des Kreuzgangs waren Karpfen, die fanden wir witzig.

Unser Mittagessen verzehrten wir auf großen Treppen,
das Baguette mit Schinken konnte uns aufpeppen.
Zum Scipioturm fuhren wir ausnahmsweise mit dem Bus,
denn mit unseren Kräften war auf jeden Fall Schluss.

Der Turm an sich war nicht so interessant,
und die Stimmung war ein wenig angespannt.
Doch als der Bus uns wieder zum Hotel gebracht hatte,
ließen wir uns fallen, auf unsere harte Schlafmatte.
Dort ruhten wir bis zum Abendessen,
und statt dann zu schlafen, waren wir vom Kartenspiel besessen.

Am Donnerstagmorgen stand das Aquädukt im Vordergrund,
auf dem Fußweg dorthin wurde viel gebrummt.
Und als wir nach ewiger Zeit angekommen waren,
verspeiste jeder seine mitgebrachten Esswaren.
Es war großartig auf dem Aquädukt zu stehen,
und in die Ferne zu sehen.

Der Rückweg war toll und etwas versteckt,
denn wir gingen einen Weg, von Bambus verdeckt,
an einem Fluss vorbei,
man hörte kein Geschrei
Nach dem großzügigen Eis am Nachmittag in der Nebenstraße,
gab es zum Abendessen ein Menü in besonderem Maße.

Der letzte Morgen begann, wie folgt:
Um 06:00 Uhr Basketball, das war so gewollt.
Weiter zum Frühstück, dann hieß es packen,
nach dem Säubern der Zimmer, war Aufbruch – ohne Jacken.

Die Reise war aufregend, toll und speziell,
und der Rückflug verlief auch friedlich und schnell.
In Hamburg angekommen, gab´s noch Applaus
für unsere Lehrerinnen, herzlich und laut.
Dann ging es raus auf die Straße geschwind,
begrüßt von den Eltern und vom norddeutschen Wind.


 

Die Studienfahrt nach Tarragona fing ziemlich entspannt an: wir trafen uns um 9.30 Uhr morgens am Flughafen und konnten ohne Verspätung losfliegen, so dass wir um ca. 13.30 Uhr in Barcelona ankamen. Auch dort verlief, trotz Katalonien-Konflikt alles nach Plan, und mit dem Bus fuhren wir weiter nach Tarragona.
Vom Bahnhof dort legten wir dann einen kurzen Fußmarsch zurück (der sich dennoch etwas durch das stetige Bergauf und Bergab hinzog – mit unseren Koffern war das etwas mühsam) und trafen am Nachmittag in unserem Hotel ein. Dort hatten wir eine Weile Zeit, um unsere Zimmer zu beziehen, und etwas später trafen wir uns für einen kurzen Stadtrundgang, bei dem wir das Rathaus, einen Teil der alten Stadtmauer und die rambla nova sowie rambla vella, die neue und alte „Einkaufsstraße“, auf der wir uns auch an den darauffolgenden Tagen etwas zum Mittagessen holen durften.
Auch an diesem Abend machten wir einen kurzen Abstecher in den Supermarkt (der war eigentlich auch nur ein paar Minuten vom Hotel unterwegs, allerdings musste man auch hier – wenn auch über eine Treppe – ein ganzes Stück bergauf zurücklegen), um uns Wasser u.a. zu holen. Dort hatten wir dann allerdings ein Problem, dass sich über unseren gesamten Aufenthalt hinzog: die Sprache. Wir sprachen – und sprechen – abgesehen von Frau Jordan kein Spanisch und auch kein Català.
Fast alle Menschen, die wir dort trafen, sprachen kein Englisch (Deutsch auch nicht). Und dementsprechend musste man sich mit Händen und Füßen verständigen, wenn man beispielsweise einen Kassenbon haben wollte. Das war allerdings kein großes Problem, da die Verständigung immer irgendwie klappte, und wir kamen gut in unser Hotel zurück.
Am nächsten Morgen brachen wir gegen 10 Uhr auf, um uns die römischen Bauwerke anzusehen: das Amphitheater, den Circus und das Forum. Dort wurden auch die Vorträge gehalten, die wir im Voraus vorbereitet hatten.
Danach gingen wir noch einmal, da das Wetter trotz der Jahreszeit sehr gut war, zu dem Strand; im Anschluss hatten wir einige Stunden freie Zeit und trafen uns am Abend im Hotel wieder.
Der Mittwoch verlief ähnlich: wir schauten uns die alte Stadtmauer und die Kathedrale de santa maria an und fuhren ein Stück aus der Stadt heraus, um uns den Scipioturm anzuschauen; danach hatten wir erneut Freizeit und trafen uns im Hotel wieder.
Am Donnerstag schauten wir uns das letzte Bauwerk an:
Das Aquädukt, welches auch außerhalb der Stadt lag. Dorthin unternahmen wir eine etwas längere Wanderung, hörten den letzten Vortrag und liefen dann durch den Wald zurück.
Abends gingen wir in ein kleines, nahe an unserem Hotel gelegenes Restaurant, in dem es zwar etwas chaotischer zuging, dennoch aber sehr schon und entspannend war; am nächsten Morgen standen einige schon um 6 Uhr morgens auf, um auf einem nahe gelegenen Sportplatz Basketball zu spielen (hierüber kann ich leider wenig sagen; ich selber war nicht dabei), daraufhin folgte wieder das Frühstück, das Aufräumen der Zimmer und die Rückfahrt mit dem Bus nach Barcelona. Auch der Rückflug verlief ruhig und entspannt, und am Abend kamen wir pünktlich in Hamburg an.
Insgesamt war die Studienfahrt sehr interessant, und die Stadt wirklich sehr hübsch; alles in allem war es eine willkommene Abwechslung vom Schulalltag.

Enora Lanz, 9a

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