In memoriam Gisela Stranz

Am 19. Januar 2018 verstarb im Alter von 77 Jahren die langjährige Schulsekretärin des Helene Lange Gymnasiums Gisela Stranz. Sie leitete von 1980 bis 2000 das Schulbüro – den Ort, wo alle Fäden zusammenlaufen.

Klein von Statur war sie dennoch unübersehbar in ihrem Büro, denn sie war in ihrem Element. Sie fungierte gleichzeitig als engste Vertraute der Schulleiterinnen Helga Meyer (bis 1994) und Maren Heimlich-Höppner (bis zum Ruhestand im Jahr 2000), als eingespielte Teamkollegin mit dem Hausmeister Reinhard Fuchs, als Ansprechpartnerin für die Kolleginnen und Kollegen, als Anlaufpunkt für die Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern und als Kontaktperson zur Schulbehörde.

Nach ihrer Tätigkeit als Sekretärin in der freien Wirtschaft erweiterte Gisela Stranz damit ihre Berufserfahrungen um die Tätigkeiten Seelsorge, Trostspenderin, Erste-Hilfe-Maßnahmen, Beschwerdemanagement, ‚Personenschutz‘ für die Schulleitung, Disziplinierung von Aufsässigen, Verpflegung von Gästen, Callcenter-Dienst, Abwimmeln von Störenfrieden – neben der alltäglichen Büroarbeit.

Ein Allroundjob, ausgeführt von einem Multitalent. All dies erledigte sie mit Humor und ansteckendem Lachen – anders ging es gar nicht – und mit einem Kämpferherz für all diejenigen, die ihren Beistand brauchten.

Es versteht sich daher von selbst, dass Gisela Stranz bei ihrer Verabschiedung in den Ruhestand die lebenslange Ehrenmitgliedschaft im Ehemaligenverein verliehen bekam, um natürlich ihr Engagement für die Schule zu würdigen, aber auch mit dem Hintergedanken, sie weiterhin in der Schule anzutreffen. Dieser Plan ging auf: An der Erstellung der Festschrift 2010 anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Schule war sie ebenso wie an den alljährlichen Ehemaligentreffen zu Helene Langes Geburtstag (9.4.) maßgeblich beteiligt.

Bis auf das letzte Jahr versäumte sie auch keines der Schul-Adventskonzerte in der benachbarten St. Andreaskirche.

Beim Stammtisch der ehemaligen Kolleginnen und Kollegen war sie regelmäßig anwesend, gut gelaunt und ein sehr gern gesehener Gast.

Sie wird vielen fehlen.

 Maren Heimlich-Höppner und Monika Strocka

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