Mensch, Tier, … Maschine?

Am 22.5. gab es am HLG eine Kunstausstellung zum Thema ‚Mensc, Tier, … Maschine?‘. Dafür wurde aus allen Jahrgängen etwas beigetragen.

Die Ausstellung war sehr vielfältig, denn das Verhältnis zwischen Mensch, Tier und Maschine wurde durch Masken, Bilder, Pop-Up-Karten und kleine Skulpturen dargestellt. Als Einklang gab es einen passenden Song der Band unter Leitung von Herrn Thiele sowie Grußworte des Schulleiters Herrn Müller und der Fachleiterin Kunst Frau Claudia Hoffmann.

Danach konnte man sich die Ausstellung alleine oder in einer Gruppenführung mit Frau Hoffmann ansehen. Die „Petersburger-Klebung“ war dabei eine gute Idee, da man so einen Eindruck von den Kunstvorhaben der verschiedenen Jahrgänge auf einen Blick bekommen konnte und hoffentlich auch in Zukunft weiter bekommt.

Nach dem Rundgang wurden drei kleine Anerkennungs-Preise für besondere Werke vergeben, je eines kam aus der Unter-, der Mittel und der Oberstufe. Abgerundet hat die Veranstaltung, die recht gut von Schülern und Schülerinnen sowie auch Eltern besucht war, nochmals die Band.

Ava, Klasse 8b

 

Eine Jury-Begründung:

Die Maske von Caspar (7c) als Teil der Kunstausstellung ‚Mensch, Tier, … Maschine?’ beschäftigt mich.  Sie weckt bei mir verschiedene Assoziationen. Sie beunruhigt mich, sie beruhigt mich, sie provoziert mich, und das ist gut.

Gasmasken verbinde ich mit dem Ersten Weltkrieg; der Mensch als Kanonenfutter eines industrialisierten maschinisierten Krieges. Mensch, Tier, Maschine ist das Motto dieser Ausstellung, im Ersten Weltkrieg waren wir alle drei zugleich. Und nun? Covfefe? Beunruhigend.

Meine Familie macht gern Witze über mich, weil ich vieles aus der Vergangenheit vergesse (zum Glück bin ich kein Geschichtslehrer geworden … ). Eins habe ich nicht vergessen: Die Tigerente aus ‚Oh wie schön ist Panama‘. Janosch schrieb zu seiner Geschichte: „Jeder lebte schon immer im Paradies, hat es nur nicht gewusst.“ Die Maske hat mich daran erinnert. Beruhigend.

Wir leben in Ansätzen paradiesisch, aber wer profitiert am meisten davon, und auf wessen Kosten? Viele Strukturen, die unser Leben bestimmen haben (un)sichtbare Mauern und Wachtürme, und diese gilt es zu hinterfragen, zu schleifen. Die Maske ist auch ein Zeichen des Protests; gegen Korruption, Monopole, Gier, Staatsterrorismus, Diskriminierung. Ein provokantes Symbol, eine gute Wahl.

Mensch … ? Tier … ? Maschine … ? … ?

Danke Caspar.

Robin Kiso

 

 

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