Sozialpraktikum

Einblicke in die Gesellschaft

„Wir lernen und leben Weltoffenheit, Toleranz und Zivilcourage: Das beinhaltet die Gleichberechtigung unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen, Religionen und Geschlechter. Deswegen verhalten wir uns wertschätzend und respektvoll gegenüber anderen Lebensweisen, Haltungen und Meinungen. Jede Person ist in ihrem Lernprozess und in ihrem Handeln für sich selbst verantwortlich und übernimmt ebenso Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft.“

(Leitbild des HLG)

Das zweiwöchige Sozialpraktikum am Ende der 10. Klasse kann in Institutionen oder Vereinen, die nicht gewinnorientiert arbeiten, abgeleistet werden. Es versteht sich als Beitrag zur Umsetzung unseres Leitbildes im Zusammenhang mit dem UNESCO-Gedanken unserer Schule. Die Teilnahme trägt dazu bei, die Schüler/innen zu toleranten und weltoffenen Menschen zu erziehen, die nachhaltig handeln und sich dabei gleichzeitig ihre gesellschaftlichen Verantwortung bewusst machen. Im Idealfall blicken die Jugendlichen in dem Sozialpraktikum „über den Tellerrand“ ihrer eigenen sozialen Lebenswelt hinaus und erhalten Einblicke in andere Lebenssituationen.

Die Schüler/innen werden im Religions- bzw. Philosophieunterricht auf das Sozialpraktikum vorbereitet, suchen sich aber jeweils eigenständig einen Platz. Das Spektrum der Einsatzmöglichkeiten ist groß: Kindergärten, Schulen, Kirchen, außerschulische Bildungseinrichtungen, Altenheime, Krankenhäuser, Hilfseinrichtungen etc.

Ein vorab von den Schüler/innen erstellter Reflexionsbogen ist die Grundlage zur anschließenden Auswertung des Sozialpraktikums, die während der Berufsorientierungswoche auf Sylt zu Beginn der Oberstufe erfolgt. Die Einrichtungen stellen nach Ableistung des Praktikums eine Bescheinigung aus. Sie ist Grundlage für ein Zertifikat seitens des HLG, das den Schüler/innen als zusätzlicher Qualifikationsnachweis dient.

Luise Runge

Der Download wichtiger Formulare ist hier möglich:

2016_2017_Anschreiben Einrichtungen

2016_2017_Bestätigung des Praktikumsplatzes

2016_2017_Teilnahmebescheinigung Institution


Zwei Schülerinnen berichten von ihren praktischen Erfahrungen:

1. Bericht von Johanna von Sandersleben:
In den letzten zwei Wochen vor den Sommerferien, also kurz vor dem Ende meiner Mittelstufenzeit, habe ich mein Sozialpraktikum im Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift auf der allgemeinchirurgischen Station absolviert. Nachdem ich meine Bewerbung abgeschickt hatte, bekam ich eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Nach einer guten Stunde Fahrt mit Bus und Bahn erreichte ich das katholische Krankenhaus am Rande Hamburgs. Nach einem Rundgang, einem kurzen Gespräch und der Unterzeichnung der ärztlichen Schweigepflicht folgte kurz danach die offizielle Bestätigung.

Knapp zwei Monate später fing mein Praktikum dann an, jeden Morgen klingelte mein Wecker um 4.30, um 5:15 fuhr meine Bahn und um 6:30 begann meine Schicht. Mir gefielen die Aufgaben, welche ich im Krankenhaus machen durfte: Blut abnehmen, Puls- und Blutzuckermessen waren unter anderem Teil des Programms. Bei Visiten durfte ich den Ärzten über die Schulter schauen und medizinisches Wissen sammeln. Mit den Patienten Zeit zu verbringen kam mir und ihnen sehr entgegen, wir tauschten Erfahrungen und Geschichten aus und ich hatte das Gefühl, alle waren froh, dass eine weitere helfende Hand anwesend war. Ich kann ein Sozialpraktikum in einem Krankenhaus nur weiterempfehlen.

2. Bericht von Hadley Heine:
Mein Sozialpraktikum habe ich in der St. Andreas-Kirche gemacht. Eine Woche lang habe ich verschiedene Bereiche der Arbeit in einer evangelischen Gemeinde mitbekommen. Im Kindergottesdienst und -chor habe ich mit Kindern gearbeitet und bei der (von mir vorbereiteten) Morgenandacht hatte ich mit den Senioren der Gemeinde zu tun. Außerdem habe ich mit dem Pastor soziale Projekte für den nächsten Konfirmandenjahrgang geplant.

Der interessanteste Teil des Praktikums war für mich aber die Fahrt nach Plön mit Jugendlichen aus verschiedenen Schulen. Der Anlass waren die Hamburger Orientierungstage, deren Thema neben der Frage „Wer bin ich?“ auch die Zusammenarbeit in Gruppen war. In Workshops und bei Spielen haben wir verschiedene Situationen untersucht und ich durfte bei der Planung und Auswertung dabei sein.

Fazit: Zusammengefasst haben wir während dieser Praktikumszeit viel mit Menschen aller Altersstufen gearbeitet und Interessantes über unsere Gesellschaft gelernt. In den zwei Wochen anstrengender Arbeit haben wir sehr viele wertvolle Erfahrungen mitnehmen können. Wir sind dankbar, dass das HLG solche Erfahrungen möglich macht – egal, ob in einem Kindergarten, in einer Suppenküche oder in einem anderen sozialen Bereich.

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