Religion

Ein interreligiöser Dialog

Weltreligionen

Die Symbole der Weltreligionen

Toleranz und Weltoffenheit, Dialogbereitschaft und gegenseitiger Respekt, Brücken bauen statt Trennwände aufrichten, Gemeinsamkeiten betonen statt auf Unterschieden bestehen, Mitgefühl und soziales Verantwortungsbewusstsein – das sind einige der wichtigsten Ziele eines interreligiös ausgerichteten Religionsunterrichts, wie er seit Jahren am HLG praktiziert wird.
In unserem Unterricht kommen alle Weltreligionen zu Wort – mit ihren Glaubensgrundsätzen, ihren heiligen Schriften, ihren Religionsstiftern und herausragenden Persönlichkeiten, ihren Sitten und Gebräuchen, ihren Geboten und Wertvorstellungen und ihren Standpunkten zu aktuellen ethischen und politischen Fragen und Problemen.

Wir vergleichen und versuchen uns ein differenziertes Bild zu machen, wir hinterfragen kritisch und diskutieren kontrovers, wir recherchieren im Internet und vor Ort an außerschulischen Lernorten, wir informieren uns mittels Printmedien, Filmen und Gesprächen mit kompetenten Vertretern der Weltreligionen.

Vor allem aber lassen wir die Kinder und Jugendlichen selbst zu Wort kommen, holen sie bei ihren altersspezifischen Erfahrungen, Erwartungen und Interessen ab, thematisieren und diskutieren ihre Fragen und Probleme, zeigen ihnen sinnvolle Werte und ethische Maßstäbe auf und geben ihnen Orientierungshilfe bei ihrer heute zunehmend schwierigeren Identitätsfindung. Ein häufig intensiver, komplexer, aber immer spannender Prozess.

Wir sind überzeugt, dass ein solcher Unterricht – gerade in einer Zeit weltweit anwachsender fundamentalistischer Bewegungen und religiös motivierter Konflikte, aber auch des häufig beklagten Werteverfalls – einen wichtigen Beitrag leisten kann zu mehr interreligiöser Verständigung und Friedfertigkeit.

Der folgende Auszug jahrgangsspezifischer Themen und Projekte mag diese groben Richtlinien etwas verdeutlichen.

Klasse 5/6:

  • Schöpfungsmythen der Völker und Religionen
  • Weggeschichten aus den Weltreligionen (Abraham, Moses, Mohammed, Buddha)
  • Jesus, Zeit und Umwelt
  • Gerechtigkeit, vom Hunger und vom Teilen
  • Religiöse Feste und Feiern (interreligiöser Festkalender)
  • Behinderung, Leben muss nicht vollkommen sein (Alsterdorf)
  • Religionspädagogisches Projekt: Besuch von Gotteshäusern

Klasse 7:

  • Idole und Vorbilder
  • Propheten gestern und heute
  • Kinderarbeit
  • Ego-Shooter, Religion und Gewalt

Klasse 8:

  • Sekten und religiöse Kulte
  • Liebe und Sexualität
  • Islam und die Rolle der Frau
  • Projekt: Religiöse Orte im Stadtteil

Klasse 10:

  • Tod und Sterbehilfe
  • Hinduismus/ Buddhismus
  • Jesus
  • Vorbereitung auf das Sozialpraktikum

In der Oberstufe werden die Schwerpunkte der Semesterthemen aufgrund des Zentralabiturs jährlich neu und einheitlich festgelegt. In den letzten Jahren waren dies u. a. so spannende Schwerpunktthemen wie Identität, Bioethik oder die Auseinandersetzung mit Gottesvorstellungen und Religionskritik. Das vierte und letzte Semester ist dann schwerpunktmäßig ganz dem interreligiösen Dialog gewidmet.

Lukas Priester (Fachleiter Religion)


Religiöse Orte in Hamburg

Wo begegnet mir Religion in meinem direkten Umfeld?

Wo findet in Hamburg Religion statt?

Wie sehen die verschiedenen religiösen Orte eigentlich aus und wer arbeitet dort?

Fragen, die man sich als Schüler/in einer solch multikulturellen und interreligiösen Stadt wie Hamburg durchaus stellt, insbesondere im Religionsunterricht, der u.a. auch den religiösen Dialog fördert.

In der letzten Unterrichtseinheit des Schuljahres 2014/2015 haben sich die WPB-Kurse 8 von Frau Dworok und Frau Runge den verschiedenen Fragen gestellt, haben weitere erarbeitet, selbstständig Besuche der religiösen Orte organisiert und durchgeführt sowie nebenbei noch einen interessanten „religiösen Stadtteilführer“ erstellt, dessen verschiedene Angebote sie hier finden können.

Unser herzlicher Dank für die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler bei ihrer Arbeit geht an die Islamische Gemeinde der Centrum-Moschee, die Jüdische Gemeinde in der Hohen Weide, den Jyoti Maiyya Hindutempel, das Tibetisches Zentrum e.V. Hamburg, das Buddhistisches Zentrum Hamburg, den St. Marien-Dom sowie die ev.-luth. Hauptkirche St. Nikolai.

 

 

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