Mit Bertini-Preis ausgezeichnet
Hinschauen, sich einmischen, erinnern, eingreifen, unbequem sein – so steht es in der Urkunde des Bertini-Preises. „Demokratie schützt sich nicht von selbst!“, sagte einst Ralph Giordano, nach dessen biographischen Familienroman ‚Die Bertinis‘ dieser Preis für Zivilcourage benannt ist. Man muss sie verteidigen. Am 27. Januar 2026, dem Holocaust-Gedenktag, wurde die Gruppe ‚Jüdische Biographien‘ vom HLG für ihr Projekt ‚Hier lernten….‘ mit dem bedeutenden Bertini-Preis ausgezeichnet. In einer Zeit zunehmender antisemitischer Hetze, rassistischer Gewalt und menschenfeindlicher Ideologien ist diese Preis wichtiger denn je. Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer betonte, dass man nur das, was man immer wieder üben würde, auch gut machen könne, weshalb auch Zivilcourage immer wieder trainiert werden müsse. 126 Schülerinnen und Schüler aus sechs Hamburger Schulen haben die Jury von ihren Aktionen überzeugt; sie alle zeigen mit ihren Projekten Zivilcourage, leben Solidarität, übernehmen Verantwortung, richten sich gegen Gewalt und setzen sich aktiv mit dem Nationalsozialismus auseinander.
Wir gratulieren besonders unseren Preisträgerinnen Pia, Madeleine, Ava, Alexa, Lina, Sumaya, Stella, Matilda, Nuria, Elisa, Julia, Laura und Ella ganz herzlich zu ihrem Preis und danken ihnen für ihr unglaubliches Engagement bei der Recherche zu unseren ehemaligen jüschen Mitschülerinnen.
„Erinnerungskultur ist nichts Vergangenes. Sie ist die Aufgabe der Gegenwart – und eine Verpflichtung für die Zukunft.“,
so Melanie Schlotzhauer.
Es war ein schöner Nachmittag, nach dem die Schülerinnen sagten, dass ihnen die prämierten Projekte auch ein Gefühl von Zuversicht gegeben haben.
Babette Radtke
Bilder von Preisverleihung:








