Frieden, Menschenrechte und Versöhnung

Am 7. Mai 2026 luden die Stiftung Mahnmal St. Nikolai e.V. und der gemeinsame Theaterkurs der Oberstufe des Helene-Lange-Gymnasiums und des Gymnasiums Kaiser-Friedrich-Ufer zu zwei Veranstaltungen ein, die an das Kriegsende und die Befreiung 1945 erinnern. Das Stück „Sein oder NICHT-SEIN“ verband die Fotoausstellung „Auschwitz, Fußnoten“ und erinnerte an das Kriegsende und die Befreiung im Mai 1945. Die Schüler/innen unter der Leitung von Teresa Lipinski präsentierten eine szenische Collage zwischen Gefangenschaft, Freiheit und Hoffnung. Schüler/innen aus Jahrgang 6 des HLG verfassten Gedichte; eines davon wurde chorisch umgesetzt, andere vorgelesen. Der Musikkurs von Till Domidian kreierte eine Klangcollage und Schüler/innen interpretierten für die Schlussszene das Anti-Kriegslied „Sag mir, wo die Blumen sind“.

In einer Zeit, in der historische und aktuelle Konflikte die gesellschaftliche Debatte prägen, machten die Jugendlichen hierbei den Spannungsbogen zwischen Freiheitsentzug und Hoffnung künstlerisch erfahrbar. Ihre Arbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur und zur Sensibilisierung für Frieden, Menschenrechte und Versöhnung.

Es war sehr beeindruckend, was die Schüler/innen auf die Bühne brachten! Sie drückten mithilfe von Körper und Sprache aus, wie es sich anfühlt, wenn Freiheit genommen oder zurückgegeben bzw. erkämpft wird, und welche Emotionen damit verbunden sind. Ergänzend flossen Gedichte von Sechstklässner/innen ein, die die Enge der Gefangenschaft und die Weite der Freiheit sinnlich erfahrbar machen, aber auch Hoffnung vermittelten. Unglaublich, welche Gedanken die 11jährigen zu den Bildern der Fotoausstellung entwickelten und wie sensibel sie diese in Worte fassten. Hier Beispiele:

Gedichte zum Theater und zur Fotoausstellung ‚Auschwitz, Fußnoten‘

Am Vormittag fand eine öffentliche Generalprobe statt, an der Ksenija Bekeris – Senatorin für Schule, Familie und Berufsbildung – teilnahm. Sie kam mit den Schüler/innen über ihre künstlerische Auseinandersetzung und die Bedeutung des Kriegsendes ins Gespräch.

Die Senatorin betonte:

„Der Tag der Befreiung erinnert uns daran, dass Frieden, Freiheit und Menschenwürde keine Selbstverständlichkeit sind. Dass sich Schülerinnen und Schüler 81 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus künstlerisch mit Gefangenschaft, Befreiung und Hoffnung auseinandersetzen, ist heute wichtiger denn je. Sie halten die Erinnerung an das Kriegsende 1945 lebendig und zeigen zugleich, warum diese Fragen auch heute von großer Bedeutung sind.“

Babette Radtke


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