Soundsuits | Modeskulpturen | Upcycling

In S3 (Schuljahr 2021-22) haben wir uns mit den Themen Alltagskultur, Design und Upcycling beschäftigt. Die Aufgabe war es eine Ganzkörperskulptur aus Müll und wiederverwertbaren Materialien zu entwerfen. Doch bevor wir mit dem eigentlichen Entwerfen anfingen, setzten wir uns erst mit dem Thema Upcycling auseinander. Dabei konzentrierten wir uns vor allem auf unseren eigenen alltäglichen Konsum. Wir stellten uns Fragen wie:

  • Was ist unser alltäglicher Müll?
  • Was kann man davon wiederwenden?
  • Wovon konsumieren wir vielleicht zu viel?

Schon nach kurzer Zeit wurde deutlich, wie unterschiedlich die Ergebnisse waren. Denn jede Gruppe hatte ein anderes Material, was für sie im Vordergrund stand. Beispielsweise wurden Stoffreste, Plastiktüten oder Kronkorken verwendet.

Doch nicht nur das Material spielte bei diesem Projekt eine wesentliche Rolle, sondern auch die Gestaltung des Ganzkörperobjektes. Dies lehnte sich nämlich an die „Soundsuits“ von Nick Cave an. Er designte diese Kunstwerke so, dass die Träger und Trägerinnen des „Soundsuits“ komplett verhüllt wurden. Somit wird die Person komplett anonymisiert. Zum anderen fallen sie durch ihre außergewöhnlichen Formen und Materialien auf. Letztere zeichnen sich oftmals dadurch aus, dass sie beim Gehen Geräusche machen. Daher auch der Name ,,Soundsuits”.

Jede Gruppe ist beim Erstellen ihres Kunstwerkes anders vorgegangen. Viele haben ihre Modeskulptur von Grund auf gebaut und dafür oftmals ein Drahtgestell genutzt. Doch auch ein alter Pullover und sogar ein Plastiküberzug, typisch für OPs, wurden als Grundmaterial genutzt. Alle Kunstwerke waren verschieden, auch wenn zwei Gruppen sich in einem Material überschneiden.

Wir haben dann unsere „Soundsuits“ kurz vor den Weihnachtsferien gegenseitig im Kurs vorgestellt. Doch dies wurde den Kunstwerken nicht gerecht und somit haben wir überlegt, wie wir sie den anderen Schülern und Schülerinnen präsentieren könnten. Zuerst wollten wir durch verschiedene Klassenräume laufen, doch um nicht zu stören, haben wir uns dagegen entschieden. Am Ende haben wir uns darauf geeinigt, die Kunstwerke in der Frühstückspause im EM, vor allen, die kommen wollten, zu präsentieren. Tatsächlich war die Aula auch komplett voll. Alle Kunstwerke haben wir in einer Reihe auf der Bühne präsentiert und es konnte jeder kommen, um Fragen zu stellen. Dabei haben wir die Präsentation musikalisch mit Geräuschen unterstützt. Damit die „Soundsuits“ noch besser zur Geltung kommen, haben wir den Walk ein zweites Mal ohne Musik präsentiert. Insgesamt kann man die Vorführung als vollen Erfolg bezeichnen, da sich so viele für die Werke interessiert haben und es genau den Effekt erzielt hat, denn wir wollten.

Charlotte Bredick & Alara Kaube, S3/4

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