Elektrifiziertes Zimmer

Physik ist mehr als nur Rechnen. Am HLG zeigt sich dies in der 7. Klasse u.a. am Projekt „elektrifiziertes Zimmer“. Hierbei bauen die Schülerinnen und Schüler in einem Schuhkarton ein Modell ihres persönlichen Traumzimmers. Sie richten es nicht nur künstlerisch ein, sondern bauen auch Stromquelle, Lampen, Schalter, Steckdose, Kabel und etliche weitere elektrische Geräte ein. Dabei verbinden sie Spaß und kreative Arbeit auf ganz natürliche Weise mit dem Erlernen des Themas Elektrizität. Viele Frage, die sie sich selbst im Prozess stellen, sind genau die Fragen, die normalerweise im Physikunterricht „vom Himmel fallen“.

,,Wo fließt der Strom eigentlich längs, wenn mehrere Wege zur Verfügung stehen?“

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Dadurch werden sie für die Schülerinnen und Schüler viel bedeutsamer. In meinem Unterricht traten letzt Woche z.B. folgende Fragen auf: „Wo fließt der Strom eigentlich längs, wenn mehrere Wege zur Verfügung stehen?“, „Wieso leuchten meine Lampen heller, wenn sie parallel und nicht hintereinander geschaltet werden?“, „Warum wird die Leitung beim Kurzschluss eigentlich heiß?“ und „Kann ich eine Lampe auch mit einem Schalter ausschalten und mit einem anderen einschalten?“. Viele dieser Fragen werden von den Schülern selbst durch eine Kombination von Ausprobieren und gemeinsamen Nachdenken beantwortet. Die gezogenen Schlüsse helfen dabei allen für die weitere Arbeit und bleiben als Wissen langfristig im Gedächtnis haften.

„Warum wird die Leitung beim Kurzschluss eigentlich heiß?“

Das Projekt wird von den Schülerinnen und Schülern ausgesprochen gut angenommen. Häufig basteln sie schon an den Zimmern, wenn ich die Klasse betrete und besorgen sich nach der Schule zusätzliche Bauteile wie LEDs oder Ventilatoren. Auch die physikalischen Erkenntnisse bleiben nicht hinter einem herkömmlichen Unterricht zurück. Für mich als Lehrer ist das Projekt besonders schön, weil die Schülerinnen und Schüler nicht nur Spaß bei der Arbeit haben, sondern vor allem auch Interesse am Fach entwickeln und selbständig ohne Druck von außen lernen.

Niklas Redlich

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