Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil:

Das Theaterstück „Der Prozess“ des S4 im Eimsbütteler Modell ist juristisch und ästhetisch schuldig gesprochen für ein immersives, bedrückendes und beeindruckendes Erlebnis, das sich am 31.1.2024 ereignete.

Angeklagt waren neun K. Gemeinsam mit den Zuschauenden machten sie sich auf die Suche danach, warum sie angeklagt sind.

In 12 Sitzungssälen, die eigentlich für die Bildung junger Menschen vorgesehen sind, wurde leidenschaftlich über Schuld und Unschuld, Transparenz und Geheimnistuerei, Recht und Unrecht debattiert. Es wurde nicht nur um Worte gerungen – im wahrsten Sinne des Wortes fanden auch Kämpfe und Spiele statt, die das Publikum umspielten und einbanden.

Auf den Gängen des Theaters hallten szenische Echos von den Szenen in den Sitzungssälen. Dort konnte man auch weitere Ks beobachten, die verzweifelt und vergeblich ihre Unschuld zu beweisen versuchten.

Ein immersives Theaterstück, das die Zuschauenden nicht nur als stille Beobachtende, sondern als Teil der Inszenierung selbst erlebten.

Herzlichen Dank an alle Darstellenden, die sich gemeinsam mit uns Spielleitungen der Aufgabe Theaterwalk gewidmet haben, an das begeisterungsfähige Publikum, das sich auf dieses Experiment eingelassen hat und hier insbesondere Dr. Christina Pareigis (Kulturbeauftragte des HLGs) und Ole Wollberg (Koordinator der Öffentlichkeitsarbeit Kaifu), die den Abend für uns in Bildern eingefangen haben! Außerdem gilt der Dank unseren Schulleitungen und unserem EM-Hausmeister, Herrn Jovanovich, für das wertschätzende Vertrauen in unsere Arbeit.

Es ist eine große Freude mitzugestalten und mitzuerleben, wie der Fachbereich Theater des HLGs neuen Aufwind erfährt und die Früchte einer gelingenden Kooperation mit dem KaiFU zu ernten. In diesem Sinne bis zum 19. Juni 2024 zur S2-„Penthesilea“- Inszenierung mit Marta da Ponte und Josefa Rodríguez!

Dorothee Böntgen

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