Ausflug ins Archäologische Museum Harburg (Jahrgang 6)

Unsere Klasse, die 6b, besuchte am 11. November 2015 das Helms Museum. Unsere Klassenlehrer Frau Hermann und Herr Serbser gingen mit. Als wir dort ankamen, erwartete uns ein netter Mann namens Holger. Er hatte eine IMG_2616 (2)nachgemachte Steinzeittasse in der Hand, woraus er trank. Bevor die Führung losging, wies er uns in die Regeln des Museums ein. Es waren die üblichen Regeln: nicht schubsen, treten, spucken und rennen. Aber das ist ja jetzt nicht wichtig – wir waren gekommen, um mehr über die Steinzeit zu erfahren! Holger führte uns zuerst zu einer Baggerschaufel. Natürlich haben wir uns alle gefragt: „Was nun?“ Dann fing er erst mal an, eine Geschichte aus seinem Leben zu erzählen:

Holger ist ein Archäologe. Er hat einen guten Freund, mit dem er Sachen ausgräbt. Eines Tages bekamen sie einen Anruf, dass ein Baggerfahrer auf etwas gestoßen sei. Als die beiden auf den Weg zur Baustelle waren, fing sein Freund auf einmal an zu weinen. Holger sah eine Bushaltestelle und hielt an. Er fragte: „Was ist los?“ „Ach, weißt du. Ich kann das nicht mehr! Ich möchte mal wieder was Richtiges mit dir ausgraben! So wie in den alten Zeiten“, antwortete sein Freund. Holger: „Hmmm… Verstehe, aber wir können das jetzt nicht einfach so abbrechen. Mach doch noch dieses eine Mal mit!“ „Ok.“ An der Baustelle angekommen, lehnte sich der Baggerfahrer gegen seinen Bagger und biss genüsslich in sein dickes, fettes Sandwich. Sonst kam er ja nicht dazu. Nach einiger Zeit stellte sich heraus, dass die Baggerschaufel auf eine Tonschale aus der Steinzeit gestoßen war. Auf der Baustelle durfte erst mal nicht weiter gearbeitet werden.

IMG_2639Da Holger uns jetzt schon von Scherben aus der Steinzeit erzählte, guckten wir uns auch einige an – besser gesagt: Pfeilspitzen und Steine. Es wurden sehr viele Sachen hier in Hamburg gefunden. Darum war auf dem Boden ein riesiger Fahrplan von der Bahn zu sehen. Die Kästen, wo die alten Fundstücke drin waren, waren in der Nähe der U-Bahnhaltestellen auf dem Fahrplan. Zu jedem Fundstück hat Holger eine Geschichte erzählt. Danach sind wir runter ins Erdgeschoss gegangen. Dort hatten wir ganz am Anfang unsere Sachen abgelegt. Da es ein sehr kreatives Museum ist, haben wir uns nicht nur Sachen angeschaut, sondern haben auch etwas selber gemacht. Nicht nur irgendetwas! Wir machten Waffen und Messer. Manche machten auch Schmuck. Man musste mit einem großen Kieselstein auf einen weicheren Stein auf die Kante hauen. IMG_2651Als Holger das vormachte, sah es ziemlich einfach aus. Wie sich herausstellte, war es das aber nicht!

Abschließend zeigte Holger noch, wie die Steinzeitmenschen damals Feuer machten. Er nahm Sägespäne und Holz und rieb so lange, bis die Glut zu Feuer wurde. Außerdem nahm er Knochenfett, knetete es und hielt das Fett ins Feuer, bis es brannte. Mit diesem brennenden Fett hatten die Steinzeitmenschen eine ganze Nacht lang Feuer und Licht. Das Bild nahmen wir alle mit nach Hause. Der Ausflug war ein tolles Erlebnis!

Amelie Lohmann und Ava Gebhardt (6b)

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