Stolpersteine vor dem HLG

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Am 5. Mai 2015 – 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs – wurden vor dem Haupteingang zwei Stolpersteine durch den Künstler Gunter Demnig verlegt. Die Steine wurden vom Ehemaligenverein des HLG gestiftet und erinnern an die HLG-Schülerinnen Marianne Zwart (geb. van der Porten) und Marion Werner, die beide während der Nazi-Diktatur deportiert und im KZ ermordet wurden.

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Zwei Stolpersteine vor dem Helene Lange Gymnasium

Gemeinsam mit dem Ehemaligenverein und ihren Geschichtslehrerinnen und -lehrern haben Schülerinnen und Schüler des Helene Lange Gymnasiums im Archiv der Schule recherchiert und Spuren jüdischer Schülerinnen oder Lehrkräfte verfolgt. Bei dieser Recherche stießen sie auf zwei Namen von zwei Schülerinnen, die in Folge des Nazi-Regimes in Konzentrationslager deportiert wurden und dort ums Leben kamen.

Eva Marianne von der Porten, geb. 1917, verließ die Schule, die einst von vielen jüdischen Kindern besucht wurde, im Jahr 1934, floh 1935 nach Holland, wo sie studierte. Von dort wurde sie 1944 nach Auschwitz deportiert und starb 1945 in Bergen-Belsen. Marion Werner, geb. 1923, wurde gemeinsam mit ihren Eltern 1941 nach Litzmannstadt deportiert und vermutlich 1942 im Vernichtungslager Kulmhof ermordet.

Für die Familien beider Mädchen liegen bereits Stolpersteine vor ihren Wohnungen im Mittelweg bzw. Woldsenweg; jedoch möchte die Schulgemeinschaft mit der Verlegung von zwei Stolpersteinen vor dem Schulgebäude des Helene Lange Gymnasiums der beiden Schülerinnen gedenken, die einst diese Schule besuchten und der Vernichtungsmaschinerie der Nazis zum Opfer fielen. Beide Namen stehen auch stellvertretend für alle anderen jüdischen Schülerinnen (und Lehrerinnen und Lehrer) des HLG, die das nationalsozialistische Deutschland damals ‚rechtzeitig’ verlassen und so einem ähnlichen Schicksal wie Eva Marianne und Marion entgehen konnten.

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www.stolpersteine.eu/

de.wikipedia.org/wiki/Stolpersteine

www.stolpersteine-hamburg.de/

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