Schulgeschichte

Ein Schulgebäude im Wandel der Zeit

Die „Höhere Mädchenschule Hansastraße“ wurde nach den Entwürfen von Bauinspektor Albert Erbe* in den Jahren 1908-1910 erbaut. Erbe griff bei der Gestaltung seiner Bauten bewusst auf den Stil der Hamburger Bürgerhäuser des 17. und 18. Jahrhunderts. So präsentiert sich das HLG als heller, dreigeschossiger Bau, aufgewertet durch verschiedene Werksteinelemente und barock geschweifte Giebel.

Die Ausstattung war für damalige Zeiten modern: 18 großräumige Klassen mit zwei Ersatzklassen, gut ausgestattete Chemie- und Physikräume und eine Turnhalle. Die große Aula für Aufführungen und Versammlungen war zu Kaisers Zeiten nur den höheren Schulen vorbehalten.

HLG – gestern und heute:

 

 

Gleich im ersten Jahr nach der Eröffnung 1910 war klar, dass die Klassenzahl nicht der großen Zahl der Anmeldungen gerecht werden konnte. Es erfolgte 1914 eine bauliche Erweiterung unter Leitung von Fritz Schumacher.

Im Juli 1943 wurde das HLG von Bomben beschädigt. Besonders der Aulatrakt wurde getroffen, wobei auch die Orgel zerstört wurde und was zur Schließung des Schulbetriebs bis Ende des Krieges führte.**

Schon in den Nachkriegsjahrzehnten wurden viele notwendige Renovierungen vorgenommen. Der ganz ‚große Wurf’ gelang aber in den vergangenen zehn Jahren:

In den Jahren nach 2003 wurde das HLG runderneuert:

  • Alle Räume bekamen neues Mobiliar und wurden gestrichen.
  • Das Souterrain konnte so ausgebaut werden, dass die Kantine und das Lernzentrum dort untergebracht werden konnten.
  • 2006 kam die Genehmigung zur Fenstersanierung; seitdem schmücken wieder Sprossenfenster im Stil des Baus von 1910 das HLG.
  • Ein neu gedecktes Dach mit roten Ziegeln folgte 2009; aus Denkmalschutzgründen wurden Türme und Fenstersimse – wie einst – mit Kupfer versehen.

turm hlg   blick vom hlg dach

  • Um der medialen Entwicklung gerecht zu werden, sind mittlerweile alle Räume der Schule vernetzt.
  • Die Aula wurde pünktlich zum 100. Geburtstag des HLG im Jahr 2010 generalüberholt, wobei dank Spenden des Ehemaligenvereins eine neue Beleuchtung eingebaut wurde.
  • 2011/2012 bekam der naturwissenschaftliche Raum ein neues Gesicht. Der einstige Hörsaal wich einer modernen Ausstattung, die allen heutigen Ansprüchen gerecht wird.
  • Auch hat zunehmend die ‚alte grüne Tafel’ ausgedient und dem weißen multifunktionalen Smartboard und Platz gemacht.

…um hier nur einige der erfolgten Maßnahmen zu nennen…

Auch in den kommenden Jahren werden die Hände sicher nicht in den Schoß gelegt; weitere Ideen und Sanierungen warten schon auf ihre Umsetzung…

*Erbe baute ebenfalls das Bismarck-Gymnasium sowie das KaiFU

**Auszüge aus der Festschrift „100 Jahre HLG“, 2010

Fotos: Schularchiv, Ehemaligenverein

 

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