Geschichte/History

„Ziel des Geschichtsunterrichts ist reflektiertes Geschichtsbewusstsein im Sinne eines historisch geschulten Gegenwartsverständnisses, das Selbst- und Fremdverstehen, persönliche und kollektive Orientierung, politische Handlungsfähigkeit und wertgebundene Toleranz ermöglicht.“

(Aus: Bildungsplan Gymnasium Sekundarstufe I Geschichte, S. 11)

In Jahrgang 6 wird das neu eingeführte Fach Geschichte zunächst noch zweistündig auf Deutsch unterrichtet. Thematisch geht es um die Anfänge der Menschheit, das Leben in der Steinzeit und die ersten Hochkulturen.

In der 7. Klasse wird dann das Fach „History“ bilingual mit drei Wochenstunden eingeführt. Auf einer Exkursion nach Lübeck wird dort den Spuren mittelalterlichen Lebens nachgeforscht.

In den Jahrgangsstufen 8-10 wird History jeweils zweistündig unterrichtet.


Wie eine Zeitreise? Exkursion der 7b in ein Dominikanerkloster

Am 21.2.2017 macht sich unsere Klasse zusammen mit Frau Paulsen und Herrn Serbser auf den Weg zum Dominikanerkonvent St. Johannis in Barmbek. Alle freuen sich, da wir davor schon einen Brief mit Fragen geschrieben haben, der außerordentlich nett beantwortet wurde. Kaum sind wir da, wurden wir sehr freundlich empfangen. Der Mann, der uns alles erklärt und zeigt, lebt schon eine lange Zeit in dem Männerkloster. Er erzählt uns, dass das Kloster bereits seit 50 Jahren existiere. In dem Kloster sind zehn bis zwölf Mönche und jeder von ihnen hat auch ein eigenes Zimmer. Sie besitzen eine relativ moderne Bibliothek und haben einen wunderschönen Garten. Der Mönch erzählt uns, dass ein Garten sehr wichtig sei, da der Satz „Ora et labora!“ sich auf Handarbeit beziehe. Gott habe den Menschen schließlich auch mit seinen Händen geschaffen.

Da wir im Unterricht mittelalterliche Klöster behandelt haben, dachten wir, es sei sehr streng, z.B. was die Kleiderordnung anbetrifft. Doch dem ist nicht so. Die Mönche haben Kutten meist nur „zu Hause“ an, in der Öffentlichkeit nicht, außer in der Kirche.

Die Mönche engagieren sich seit mehr als 20 Jahren für Obdachlose. Sie versorgen sie mit Essen und Trinken. Was auch sehr interessant ist, ist die Meinung des Mönches zur Frage, ob er etwas gegen die wissenschaftliche Schöpfungsgeschichte habe und ob er Wissenschaft dadurch als „Feind“ wahrnehme. Er sagt gelassen, man müsse die Schöpfungsgeschichte nicht wörtlich nehmen. Für ihn bedeute das, was in der Bibel steht, nicht „Feindschaft“ zur Wissenschaft. Er habe selbst mit Begeisterung Physik studiert.

Insgesamt war es ein sehr ereignisreicher, schöner und vor allem informativer Ausflug. Wir kamen mit einem alten und strengen Bild des Klosters rein und mit einem modernen, lockeren Eindruck wieder raus.

Lihem, 7b


Schülerbericht: Ausflug ins Archäologische Museum Harburg (Jahrgang 6)

Unsere Klasse, die 6b, besuchte am 11. November 2015 das Helms Museum. Unsere Klassenlehrer Frau Hermann und Herr Serbser gingen mit. Als wir dort ankamen, erwartete uns ein netter Mann namens Holger. Er hatte eine IMG_2616 (2)nachgemachte Steinzeittasse in der Hand, woraus er trank. Bevor die Führung losging, wies er uns in die Regeln des Museums ein. Es waren die üblichen Regeln: nicht schubsen, treten, spucken und rennen. Aber das ist ja jetzt nicht wichtig – wir waren gekommen, um mehr über die Steinzeit zu erfahren! Holger führte uns zuerst zu einer Baggerschaufel. Natürlich haben wir uns alle gefragt: „Was nun?“ Dann fing er erst mal an, eine Geschichte aus seinem Leben zu erzählen:

Holger ist ein Archäologe. Er hat einen guten Freund, mit dem er Sachen ausgräbt. Eines Tages bekamen sie einen Anruf, dass ein Baggerfahrer auf etwas gestoßen sei. Als die beiden auf den Weg zur Baustelle waren, fing sein Freund auf einmal an zu weinen. Holger sah eine Bushaltestelle und hielt an. Er fragte: „Was ist los?“ „Ach, weißt du. Ich kann das nicht mehr! Ich möchte mal wieder was Richtiges mit dir ausgraben! So wie in den alten Zeiten“, antwortete sein Freund. Holger: „Hmmm… Verstehe, aber wir können das jetzt nicht einfach so abbrechen. Mach doch noch dieses eine Mal mit!“ „Ok.“ An der Baustelle angekommen, lehnte sich der Baggerfahrer gegen seinen Bagger und biss genüsslich in sein dickes, fettes Sandwich. Sonst kam er ja nicht dazu. Nach einiger Zeit stellte sich heraus, dass die Baggerschaufel auf eine Tonschale aus der Steinzeit gestoßen war. Auf der Baustelle durfte erst mal nicht weiter gearbeitet werden.

IMG_2639Da Holger uns jetzt schon von Scherben aus der Steinzeit erzählte, guckten wir uns auch einige an – besser gesagt: Pfeilspitzen und Steine. Es wurden sehr viele Sachen hier in Hamburg gefunden. Darum war auf dem Boden ein riesiger Fahrplan von der Bahn zu sehen. Die Kästen, wo die alten Fundstücke drin waren, waren in der Nähe der U-Bahnhaltestellen auf dem Fahrplan. Zu jedem Fundstück hat Holger eine Geschichte erzählt. Danach sind wir runter ins Erdgeschoss gegangen. Dort hatten wir ganz am Anfang unsere Sachen abgelegt. Da es ein sehr kreatives Museum ist, haben wir uns nicht nur Sachen angeschaut, sondern haben auch etwas selber gemacht. Nicht nur irgendetwas! Wir machten Waffen und Messer. Manche machten auch Schmuck. Man musste mit einem großen Kieselstein auf einen weicheren Stein auf die Kante hauen. IMG_2651Als Holger das vormachte, sah es ziemlich einfach aus. Wie sich herausstellte, war es das aber nicht!

Abschließend zeigte Holger noch, wie die Steinzeitmenschen damals Feuer machten. Er nahm Sägespäne und Holz und rieb so lange, bis die Glut zu Feuer wurde. Außerdem nahm er Knochenfett, knetete es und hielt das Fett ins Feuer, bis es brannte. Mit diesem brennenden Fett hatten die Steinzeitmenschen eine ganze Nacht lang Feuer und Licht. Das Bild nahmen wir alle mit nach Hause. Der Ausflug war ein tolles Erlebnis!

Amelie Lohmann und Ava Gebhardt (6b)


Schülerbericht: DDR-Zeitzeugentag 2016 (Jahrgang 10)

Am Montag, den 20.6., hatten die 10. Klassen Besuch von DDR-Zeitzeugen.

Die Schilderungen von Erlebnissen und persönlichen Erfahrungen gaben uns einen tieferen Einblick in das Leben „hinter der Mauer“ und in diese für uns sehr weit entfernte deutsche Vergangenheit.  Die verschiedenen Blickwinkel gaben uns die Möglichkeit, das Gelernte aus den Historystunden mit realen Erlebnissen und Empfindungen zu verbinden. Auch Fragen wurden natürlich gestellt, dabei ging es häufig um die Staatssicherheit und ob man Freunden und Verwandten überhaupt noch trauen konnte und um ganz alltägliche Dinge, wie die Schule, den Sport etc. Wir konnten so unser Leben und unsere Jugend mit der Jugend der Zeitzeugen vergleichen.

Interessant waren die verschiedenen Eindrücke von der DDR: Manche der Zeitzeugen berichteten, dass sie sich eigentlich in der DDR wohlgefühlt hätten, während ein anderer von mehreren Gefängnisaufenthalten berichtete, weil er seine Meinung offen gesagt hatte und sich nicht unterkriegen ließ.

Besonders beeindruckt hat uns, dass in der DDR und auch von unseren Zeitzeugen sich viele nicht einengen ließen und sich für die Freiheit einsetzten. In einem späteren Gespräch mit den Zeitzeugen, der Schulleitung und den Unesco-Schülern wurde uns noch mit auf den Weg gegeben, dass wir, wenn wir denken, dass irgendwo auf der Welt etwas falsch läuft, uns dafür einsetzen sollen, dass sich etwas verändert und nicht einfach wegschauen sollen.

Wir, der 10. Jahrgang, möchten uns auf jeden Fall ganz herzlich für diesen besonderen Tag bedanken!

Lili und Lea 10b (jetzt S1)

 Schülerbericht: DDR-Zeitzeugentag 2014 (Jahrgang 10)

2014 fand zum neunten Mal der Zeitzeugentag an unserer Schule statt, an dem ehemalige Einwohner der DDR unsere Schule besuchen, um von ihrem Leben damals zu berichten. Dies ist eine tolle Möglichkeit für die Schüler, aktiv Geschichte zu erleben und in diesem Austausch persönliche Eindrücke zu sammeln. Das Thema dieses Jahr war wie zuvor der Alltag in der DDR. Wir hatten sieben Zeitzeugen zu Besuch, darunter einen ehemaligen Stasihäftling, ein SED-Mitglied und einen Lehrer unserer Schule, der auch seine Jugend in der DDR verbracht hat. Die Erlebnisse und Einstellungen der Zeitzeugen gegenüber der DDR waren sehr unterschiedlich und boten uns einen breiten Einblick in das Leben in der DDR.

ddr zeitzeugen am hlg 2014

Der Tag begann am Morgen mit einer Ausstellung in der Aula mit dem Titel „Diktatur oder heile Welt?“. Im Anschluss stellten sich die Zeitzeugen dann einzeln vor. Danach hatten wir in kleinen Gruppen die Möglichkeit, genau die Fragen zu stellen, die uns interessierten und ausführliche Antworten darauf zu erhalten.

Zum Ende gab es noch eine Abschlussrunde mit der Schulleitung und den UNESCO-Beauftragten der Klassen, bei dem die Zeitzeugen über ihre Eindrücke redeten.ddr zeitzeugentag 2014

Für uns Schüler war der Tag eine prägende Erfahrung, da wir Information auch mal nicht nur aus dem Schulbuch, sondern aus erster Hand bekommen konnten. Besonders gut gefallen haben uns die lebhaften Berichte und interessanten Erzählungen und wir möchten uns ganz herzlich bei den Zeitzeugen bedanken, dass sie uns diese tolle Möglichkeit geboten haben!

Felix Guggenheim, Lona Lion, Tonka Radisch und Paul Schmitz-Moormann (UNESCO-Beauftragte)

Der DDR-Zeitzeugentag für die 10. Klassen


 

stolpersteine_vor_hlgVerlegung zweiter Stolpersteine im Gedenken an ehemalige Schülerinnen

Am 5. Mai 2015 – 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs – wurden vor dem Haupteingang zwei Stolpersteine durch den Künstler Gunter Demnig verlegt. Die Steine wurden vom Ehemaligenverein des HLG gestiftet und erinnern an die HLG-Schülerinnen Marianne Zwart (geb. van der Porten) und Marion Werner, die beide während der Nazi-Diktatur deportiert und im KZ ermordet wurden.

Gemeinsam mit dem Ehemaligenverein und ihren Geschichtslehrerinnen und -lehrern haben Schülerinnen und Schüler des Helene Lange Gymnasiums im Archiv der Schule recherchiert und Spuren jüdischer Schülerinnen oder Lehrkräfte verfolgt. Bei dieser Recherche stießen sie auf zwei Namen von zwei Schülerinnen, die in Folge des Nazi-Regimes in Konzentrationslager deportiert wurden und dort ums Leben kamen.stolperstein_demnig

Eva Marianne von der Porten, geb. 1917, verließ die Schule, die einst von vielen jüdischen Kindern besucht wurde, im Jahr 1934, floh 1935 nach Holland, wo sie studierte. Von dort wurde sie 1944 nach Auschwitz deportiert und starb 1945 in Bergen-Belsen. Marion Werner, geb. 1923, wurde gemeinsam mit ihren Eltern 1941 nach Litzmannstadt deportiert und vermutlich 1942 im Vernichtungslager Kulmhof ermordet.

stolperstein_schülerinFür die Familien beider Mädchen liegen bereits Stolpersteine vor ihren Wohnungen im Mittelweg bzw. Woldsenweg; jedoch möchte die Schulgemeinschaft mit der Verlegung von zwei Stolpersteinen vor dem Schulgebäude des Helene Lange Gymnasiums der beiden Schülerinnen gedenken, die einst diese Schule besuchten und der Vernichtungsmaschinerie der Nazis zum Opfer fielen. Beide Namen stehen auch stellvertretend für alle anderen jüdischen Schülerinnen (und Lehrerinnen und Lehrer) des HLG, die das nationalsozialistische Deutschland damals ‚rechtzeitig’ verlassen und so einem ähnlichen Schicksal wie Eva Marianne und Marion entgehen konnten.

 

www.stolpersteine.eu/

de.wikipedia.org/wiki/Stolpersteine

www.stolpersteine-hamburg.de/


Der Rotarmist auf dem Reichstag – Geschichte eines Fotos

volland_reichstagsfoto

vortrag_reichstagsfoto

In der Reihe „Geschichte mit Zeitzeugen“ am HLG stellte der Künstler, Karikaturist und Autor Ernst Volland am 6. Mai 2015 dem 10. Jahrgang in einem Vortrag das Werk des sowjetischen Kriegsfotografen Jewgeni Chaldei vor. Mit der Veranstaltung wurde des Kriegsendes vor 70 Jahren gedacht.

Ernst Volland publizierte über den sowjetischen Fotografen Jewgeni Chaldei und stellte sein berühmtestes Foto in den Mittelpunkt seines Vortrages.

reichstagsfoto_volland

 

http://www.verlag-m.de/autoren/ernst-volland/
http://de.wikipedia.org/wiki/Jewgeni_Ananjewitsch_Chaldei#Der_Zweite_Weltkrieg_und_das_Reichstagsfoto

 

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